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Das Urbild der Schönheit, wie ich es mir in seinem höchsten Glanze
denke, bist Du; wenn ich Dich betrachte, verschwindet jeder Gedanke an
menschliche Unvollkommenheit; ich kann Dich nur bewundern, und nicht daran
zweifeln, dass der Geist welcher so viele Reize belebt, nicht eben so erhaben,
edel und liebenswürdig sein sollte, als Deine Gesichtszüge bezaubernd
und Deine Haltung anmutig sind! Vielleicht haben die Berührungen mit
denen, welche Dich umgeben, und die Bedingungen, welche Dir Deine Stellung
auferlegte, die Entwickelung Deiner Fähigkeiten beschränkt oder
abgelenkt, aber in Deiner Seele muss ein unversiegbarer Quell süßer
und entzückender Begeisterung sein. Ein einziger Blick von Dir hat in
meinem Gedächtnisse jeden anderen Wunsch verwischt, als den, Deine
Freundschaft zu verdienen; ich atme, spreche, handle nur durch Dich; mein Leben
scheint aufs Neue gestählt und gereinigt; an diesem Dasein der Liebe,
belebe ich zärtliche, und glühende Leidenschaften wieder, welche ich
auf immer für mich entschwunden glaubte! Durch welche Opfer kann ich eine
solche Wohltat aufwiegen? Ach! lass mich ferner unter dem Zauber dieses
himmlischen Gefühls leben, verlängere den köstlichen
Glückstraum; lass den Stern der Hoffnung meinen Augen wie ein
wohltätiger Führer auf dem Wege zu Deinem Herzen voranleuchten.
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