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Als Du Dich zuerst meinen Augen in blendender Schönheit und in dem
Zauberglanze zeigtest, der Dein glückliches Erbteil ist, fesselte der
maßlose Wunsch, Dein Wohlwollen zu erwerben, meine Denkkraft, machte mich
furchtsam und hemmte meine Schritte. Deine sanfte Güte und Dein
liebenswürdiger Charakter haben meine Seele wieder erhoben; die
beständige Freundschaft, welche Du mir versprochen hast, ist die
köstlichste Hoffnung meines Lebens; aber ein verhängnisvoller Zwang
reißt mich aus Deiner Nähe, Du entfernst Dich und meine
Glückseligkeit wird nur noch Erinnerung sein! Wie viel tödlich
langweilige Tage werden auf mich lasten! Wie viel Qualen werden mein Herz
zerreißen! Ich kann mich vor diesem betrübenden Gedanken nicht
retten, und als Deine bezaubernden Blicke gestern auf mich allein zu ruhen
schienen, mischte sich das Glück, welches ich empfand, mit so viel
bitterer Traurigkeit, dass ich nicht die Kraft hatte, die Schmerzen einer
Leidenschaft zu unterdrücken, zu verbergen, welche, wie ich voraussehe,
dem Unglück geweiht ist. Alma, die Natur hat, als sie Dich schuf, sich in
ihrem Werke erschöpft, und die begehrlichste Einbildungskraft kann nicht
darüber hinaus gehen. Meine Wünsche haben eine Grenze gefunden, und
mein Schicksal wird für immer von Dir abhängen.
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